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Abfallkunst |
Künstlerische
Auseinandersetzung mit unbrauchbar gewordenen Produkten aus unserer
Konsumgesellschaft.
Vorwiegend
organische Substanzen.
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Akzentuierte Klangspitzen |
= Pointierte
Klangspitzen: Abrupt einsetzende, vorwiegend mit dem Synthesizer
erzeugte Klänge, die an bestimmten Punkten einer Komposition
eingebaut werden; |
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Bearbeitungsspuren |
Klangspuren in
einer Komposition, die einzeln gegenüber anderen parallel angelegten
Klangspuren eine besondere Beachtung finden und isoliert davon
bearbeitet werden.
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Endogene Bildmuster |
Typisches und
individuelles Repertoire an Bildmustern, die ein Künstler im Laufe
seiner Entwicklung und seiner künstlerischen Bildung in sich speichert und
worauf er bewusst, aber auch unbewusst zurückgreifen kann.
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Endzustand
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Ein durch den
Künstler bestimmter Status oder gewollte Ordnung seines Kunstwerks,
das dann nur noch den Umständen und Bedingungen der Umgebung ausgesetzt ist. Der
Künstler nimmt nach Ereichung des Endzustandes, den er selbst
festlegt, keinen direkten Einfluss mehr auf das von ihm gestaltete
Kunstwerk.
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Experimentalkunst |
Mit diesem Terminus soll eine neue
Sachlichkeit gekennzeichnet werden, die mit gleicher Exaktheit den
Menschen im Vordergrund, wie die verschiedenen Bezugsebenen der
materiellen und immateriellen Strukturen im Hintergrund registriert.
Das künstlerische Werk in der Experimentalkunst ist eine Umsetzung,
und diese Umsetzung und Sprache, die sie annimmt, steht in enger
Verbindung mit den Leitvorstellungen, in denen des Denken verläuft.
Werke sind als Funktionen und Funktionsrichtungen der Denkmuster
anzusehen. Diese Funktionen müssen nicht zwingend an Materie
gebunden sein.
Stärker und
bewusster als bisher muss der Künstler durch seine Forschungsarbeit
alles in Frage stellen. Das heißt, nichts darf vor ihm sicher
sein.
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| Funktion |
Eine Funktion ist der Ausdruck einer
verhältnismäßigen Beziehung zwischen zwei Zuständen.
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Funktionsrichtung |
Funktionsrichtungen sind methodisch veränderbare Bedingungen,
die in ihrer Bedeutung und Wirkung von künstlerischen
Entscheidungsprozessen und von real vorherrschenden Umständen der
Umgebung abhängig sind.
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Gestaltordnung |
Elementare
Kompositionsstruktur des multimedialen Gesamtkunstwerkes - Malerei,
Klang und Sprache.
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Geräuschemüll |
Alltagsgeräusche, Geräuschkulisse oder Lärm, denen wir im Alltag
ausgesetzt und ausgeliefert sind.
Bsp.: Autolärm, Industrielärm, Flugzeuglärm, Autobahngeräusche,
Eisenbahn, Schienengeräusche, etc .
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Iononsphärenmüll |
= Äthermüll:
Klänge, Musik und Geräusche
aus dem Radio-Kurzwellen-Spektrum.
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Klangexperimente |
Experimentelle
künstlerische Auseinandersetzung mit Klängen und Geräuschen, Sprache
und Musik unter Einbeziehung moderner Misch- und
Aufnahmetechniken.
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| Klangebene |
Mehrere, nebeneinander existierende, zusammengekoppelte Klangspuren
in einer bestimmten Zeiteinheit.
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Komplementärklänge |
Klänge, Töne, Sprache und Geräusche, die sich in der
klangtechnischen Gesamtkomposition gegenseitig ergänzen.
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Komposition
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In der
bildenden Kunst die formale Kombinatorik und Anordnung der Elemente
eines Kunstwerks.
Ergänzung: Aufbau eines
sowohl akustisch- bildnerischem,
als auch theatralisch-gestischem
Gesamtkunstwerkes.
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Konträrklänge |
oder
Gegensatzklänge: Klänge oder Geräusche, die in einer Komposition zur
Betonung des Gegensatzes der Symbole oder der gemeinten
künstlerischen Aussage eingesetzt werden;
Bsp.: Industrielärm – Vogelgezwitscher, Schienengeräusche – Murmeln
eines Baches, ..
Allgem.: aus
Gegensätzen können besondere künstlerische Wirkungen gewonnen
werden.
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Kontrastklänge |
Klänge, die
eingesetzt werden, um andere Klänge, Geräusche oder Töne zu betonen
und so gleichzeitig ihre künstlerische Aussage deutlicher zur
Geltung zu bringen.
Bsp.: feine
Synthesizer- oder Flötenklänge im Hintergrund - Aufschrei im
Vordergrund.
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Korrelationsklänge
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Klänge, die in Wechselbeziehung zueinander, oder in künstlerischer
Beziehung zu den optisch-visuellen Informationen stehen;
Korrelationsklänge werden eingesetzt, um gewünschte künstlerische
Aussagen zu bekräftigen.
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Multimediakunst |
= Mixed Media;
Moderne Kunstform, wobei gezielt unterschiedliche Medien (Text,
Sprache, Bilder, Aktionsmalerei, Videoprojektionen, Film, Klänge,
Musik, Computerkunst,...) als Mischform in
Abfolge oder gleichzeitig einbezogen werden.
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Müllperformance |
Multimediale Inszenierung mit Müll:
In einer zeitlich begrenzten Aktion wird eine Plastik (Skulptur) aus
Müllteilen
modelliert;
Die Performance wird begleitet von zuvor komponierten Klängen und
Texten und einer live-Malerei.
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Müllplastik |
Zusammengefügtes Kunstobjekt von zuvor gesammelten
oder gefundenen Müll- oder Abfallteilen.
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Müllskulptur |
Dieser Begriff ist eigentlich irreführend, weil
nicht ganz korrekt: da eine
Zusammenfügung von Materialien (= modellieren) immer eine Plastik
ist und somit eine Modellierung einer Plastik mit Müllteilen korrekterweise als
Müllplastik zu bezeichnen ist.
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Performance
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Gestisch-theatrale Aktion eines Künstlers, bei der das Publikum
zusieht und gleichzeitig auch geistig aktiviert wird.
Eine moderne
künstlerische Performance ist eine integrative Kombination von Musik,
Theater, bildender Kunst und Medientechnik.
(heute wird der
Begriff "Performance" vielfältig gebraucht: Fußballspiel, Bankgewerbe [DAX-Performance],
Körperhaltung und Ausdruck in Tanz- und Singvorführungen, ...)
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Schnittfläche |
Der Wertekanon
größter geistiger, ideologischer, ideeller, sozialer oder künstlerischer
Gemeinsamkeiten.
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| Sujet |
Künstlerisches Thema,
Motiv oder Gegenstand eines Werkes oder einer Gestaltung.
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| Symbolik |
Lehre vom Gebrauch und Einsatz von Symbolen und Chiffren in der
Kunst.
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Umraum |
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künstlerische Umgebung = das künstlerisch Umgebende;
Raum, in der sich ausschließlich die Künstler aufhalten, es sei denn,
der Umraum, also die Umgebung der künstlerischen Aktion, ist
absichtlich so definiert, dass auch der Rezipient Teil der Aktion
ist.
Siehe: "72
Stunden Multimediale Kunst" - Manifest
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Wertekanon
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Gesamtheit der für ein bestimmtes
künstlerisches Gebiet oder ein bestimmtes auch temporär
bearbeitetes Sujet geltenden Regeln oder künstlerische
Vereinbarungen.
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Wertekontur
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Subjektiver
Umriss von systemimmanenten künstlerischen Richtlinien und
Rahmenbedingungen.
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| Zustand |
Eine von
mehreren Entwicklungsphasen eines (multimedialen) Kunstwerks, die
alle jeweils eine sowohl bewusst herbeigeführte, oder aber durch
Zufall entstandene Veränderung aufweisen.
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