Konzept und theoretischer Hintergrund der Performance
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Wo ist der Hase ?


Der Gestaltungsprozess der Farbkomposition in der Performance nimmt aus der intuitiven Imagination seinen Ursprung und dokumentiert die Abkehr von der geregelten Formenstruktur. Die Wirkung wird durch unregelmäßiges Zusammenwirken von Mensch, Bewegung, Farbe und Hase entfaltet. Der Mensch beeinflusst die Form durch aktives Handeln und die Fähigkeit, neue Szenarien zu entwickeln. Der Hase nicht.
 

Verstand, Gedanken, Bewusstsein, Ideen, sie sind.    

                                                                                    
Klänge, Geräusche, absurde Texte und Sprache erzeugen neue Muster visueller Hirnaktivität.

Zur Farbauswahl
Graubalance der Komplementärfarbenmischung
Weiß und Schwarz
Rot – Grün; (Blau – Orange; Gelb – Violett);

Komplementärfarben sind Farbenpaare, die sich im geometrisch abgestuften Farbenkreis gegenüberliegen und sich bei der subtraktiven Mischung zu Grauabstufungen ergänzen.

Text  (auf Tonträger)
Kunstwissenschaftliche Texte, Textpassagen von und über Joseph Beuys, absurde Textkombinationen, lyrische Collagen;
(der Originaltext ist hier nachzulesen!)

Klangmischung:  (auf Tonträger)
Experimentelle Synthesizervariationen, Alltagsgeräusche, Tonaufnahmen aus synchronisierten Filmen;

Der Bezug zu Joseph Beuys:
Die Ideen zur plastischen Theorie von Joseph Beuys dürfen nicht in Museen konserviert werden. Wir müssen das Erbe von Beuys nach draußen, wieder auf die Straßen unserer Kultur bringen.

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Joseph Beuys
Beuys, 1921 in Krefeld geboren, † in Düsseldorf 1986. 1961-72 Professor an der Kunstakademie Düsseldorf; begann mit Zeichnungen, später folgten neben Objekten aus Fett, Honig und Filz, Environments, rituelle Aktionen in Zusammenhang mit der Fluxus-Bewegung sowie polititische Aktionen, mit denen er seine Theorien künstlerische Kreativität auf alle Lebensbereiche auszudehnen sowie das Vorverständnis von Kunst und festgefahrene gesellschaftlichen Verhaltensmuster überhaupt aufzubrechen suchte.

In seinen Performances geht es ihm um die "soziale Plastik", eine nicht materiell zu fassende Skulptur, die sich aus der Bewegung der Performance ergibt. Als größte seiner Künste bezeichnet er sein Lehrer-Sein.

Der Hase – in der Kunst
Albrecht Dürer stellte auf seinen Bildern oft Hasen dar. Das Aquarell "Der junge Hase" ist das wohl schönste Beispiel in der Kunstgeschichte. Der Hase wird hier als eine Persönlichkeit dargestellt, nicht als Attribut und wahrscheinlich ohne symbolische Bedeutung.

Joseph Beuys und sein Verhältnis zu Tieren:
„Beuys' Verhältnis zu den Tieren war ein freundschaftliches, in Solidarität, von Wesen zu Wesen... ... Und der Hase, dem er die Bilder erklärt, der Hase als Inkarnationsprinzip, als Bewegungsprinzip, als Verkörperer chemischer Substanzen, bevölkert als Einzelgänger immer wieder sein Gestaltreich.

 Die heutige Gesellschaft ist geprägt von Entfremdung und Konsumsucht.

Das Gestaltungsprinzip der Plastischen Theorie
Voraussetzung für die Arbeit an der sozialen Plastik ist Chaos, welches einer lebendigen Substanz gleichkommt (Mensch).

Quelle: www.wikipedia.de

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INTUITION: Das Chaos wird aus der Intuition heraus gestaltet.

BEWEGUNG: Veränderung ist nur durch Bewegung möglich. Bewegung ist Arbeit und symbolisiert gleichzeitig den Fortgang. Das System der Entwicklung.

FORM: Das ungeformte Potential wird durch menschliche Handlung und die Fähigkeit zu produzieren zur Form geführt.  

Farben fließen durch Handeln zur Form.

Komplementärfarben: Ergänzung, Auflösung und Abstufung zu Nuancen;

Quelle: "Joseph Beuys" Hiltrud Oman; - die Kunst auf dem Weg zum Leben
Verlag: Heyne Bücher
Anmerkung: Ein empfehlenswertes Buch

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